
Montpellier: Moderne Architektur trifft historischen Charme am Mittelmeer Südfrankreichs
Montpellier hat sich in den vergangenen zehn Jahren wie kaum eine andere Stadt in Frankreich entwickelt. Die Stadt liegt unweit der Mittelmeerküste zwischen Toulouse und Marseille am Ufer des Lez. Sie ist zwar weniger touristisch geprägt als die Großstädte Paris, Lyon oder Marseille, kann jedoch in vielerlei Hinsicht mit ihnen mithalten.
Montpellier bietet Platz für rund 80.000 Studierende, insbesondere in den Bereichen Medizin, Jura und Betriebswirtschaftslehre. Bei insgesamt etwa 350.000 Einwohner:innen ist damit nahezu jede vierte Person an einer Universität oder Hochschule eingeschrieben.
Doch Montpellier ist nicht nur eine bedeutende Universitätsstadt. Zahlreiche moderne Bauwerke, innovative Wohnprojekte und außergewöhnliche öffentliche Gebäude prägen das Stadtbild. Sie zeigen, wie sich historische Bezüge, moderne Architektur und die Anforderungen einer wachsenden Stadt miteinander verbinden lassen.
Auf einer Fahrradtour durch das neue Viertel in Montpellier hat sich gezeigt: auch diese Stadt steht vor den Herausforderungen des Klimawandels und muss in seinen architektonischen Entwürfen richtungsweisende Entscheidungen treffen. Trotz, dass auf dieser Fahrradtour mehrheitlich Wohnungsbauten im Eigentumssegment gezeigt wurden: aktuell werden ebenso neue Wohnheime für Studierende in der Stadt gebaut, die aber während der Tour noch nicht fertig waren.
Parkhaus Saint-Roch
Im Herzen von Montpellier, direkt gegenüber dem innerstädtischen Bahnhof Gare de Montpellier Saint-Roch, befindet sich ein oberirdisches Parkhaus. Es ist Teil der geplanten Erweiterung des Stadtzentrums, dem Entwicklungsgebiet Nouveau Saint-Roch.
Als Bindeglied zwischen der Place de la Comédie und dem Bahnhof Saint-Roch unterstützt das Parkhaus die Ausdehnung der innerstädtischen Fußgängerbereiche. Gleichzeitig ergänzt es den Verkehrsknotenpunkt am Bahnhof.
Ein dazugehöriger sogenannter Shared Space soll den öffentlichen Raum erweitern und die Aufenthaltsqualität für Besucher:innen und Bewohner:innen erhöhen. Auf diese Weise kann das Gebäude sein Potenzial entfalten und neue Verbindungen in seinem unmittelbaren Umfeld schaffen.
Als markanter Orientierungspunkt und städtisches Verbindungselement verknüpft das Parkhaus das östlich gelegene Bahnhofsviertel mit den Bahnanlagen. Es verbindet damit Bereiche, die zuvor nur über die Sète-Brücke an den übrigen Stadtteil angebunden waren.
Darüber hinaus ist das Gebäude so konzipiert, dass zukünftig auch Büros, Wohnungen oder andere Nutzungsformen möglich sind. Dadurch erhält die Architektur einen zukunftsweisenden Charakter. Die an der Außenfassade verwendeten Backsteine spenden in der gleißenden Sommerhitze Schatten und sind zugleich gegenüber unterschiedlichen Wetterbedingungen widerstandsfähig.
Quelle: https://german-architects.com/zh/projects/view/saint-roch-station-car-park
L’hotel Belaroïa
Das Gebäude hat mehrfache Nutzungen: ein 3-Sterne sowie ein 4-Sterne-Hotel, 12 Luxuswohnungen, Restaurant und Parkflächen. Es befindet sich direkt neben dem Bahnhof Gare Saint-Roch und gehört zum Entwicklungsgebiet „Nouveau Saint-Roch“.
Da auf dem Grundstück nur wenig Fläche zur Verfügung stand, wurden die verschiedenen Nutzungsbereiche des Gebäudes übereinandergestapelt. Ein Teil der Treppen, Aufzüge und Verbindungswege erschließt mehrere Bereiche gleichzeitig.
Weil das Grundstück eine schwierige dreieckige Form hat, entwickelten die Architekten das Gebäude als zusammenhängenden Baukörper. Seine Fassaden an der Nord- und Ostseite erinnern an ein gefaltetes Band. Darüber spannt sich entlang der Südseite ein breiter Gebäudeteil, der wie eine Brücke wirkt.
Zwischen den Faltungen entsteht ein großer, nach Süden geöffneter Freiraum. Der darüber hinausragende Gebäudeteil bildet ein schützendes Dach und sorgt zugleich für einen fließenden Übergang zwischen Innen- und Außenraum.
Wie eine große, geöffnete Muschel bildet dieser besondere Gebäudeteil das gemeinsame Zentrum der verschiedenen Nutzungsbereiche. Hier befindet sich ein Café mit Terrasse, auf der Besucher zusammenkommen und den Blick auf den gegenüberliegenden Bahnhof erhalten können.
Quelle: https://archello.com/project/belaroia
Résidence Higher Roch – der Flamenco in Montpellier
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Am Rand der historischen Altstadt von Montpellier, direkt neben dem Parkhaus Saint-Roch, erhebt sich der Higher Roch Tower. Sein markantes Design ist einer Flamencotänzerin nachempfunden. Der rund 57 Meter hohe Turm vereint Büros, Wohnungen und ein Einkaufszentrum unter einem Dach. Als architektonisches Wahrzeichen steht er für die Erneuerung des Viertels Saint-Roch und schlägt eine Brücke zwischen der historischen Stadt, dem industriellen Erbe und moderner Architektur des 21. Jahrhunderts.
Das weiß betonierte Fundament zeichnet sich durch eine dynamische Gitterstruktur aus und fügt sich harmonisch in die Umgebung ein. Die geschwungenen Terrassen gehen fließend von Geschoss zu Geschoss über und verleihen dem Gebäude eine aufstrebende Dynamik. Ihre weit auskragenden Überhänge werden von einem monumentalen Metallgitter eingefasst. Die Terrassen schaffen zudem einen fließenden Übergang zwischen Innen- und Außenraum, erweitern die nutzbaren Wohn- und Aufenthaltsflächen und sorgen gleichzeitig für natürlichen Sonnenschutz. So vereint der mediterrane Turm Klima, urbanes Umfeld und Nutzung in einem schlüssigen architektonischen Konzept.
Quelle: https://brenac-gonzalez.fr/en/projets/higher-roch/
Bahnhof Gare de Montpellier Saint-Roch
Der alte innerstädtische Bahnhof, die Gare de Montpellier Saint-Roch, wurde 1844 errichtet. Vor einigen Jahren war eine umfassende Umgestaltung erforderlich, um den Bahnhof an zukünftige Anforderungen anzupassen.
Die neue Konstruktion erinnert an ein Kirchenschiff und ist Teil einer modernen Neugestaltung des öffentlichen Raums in Montpellier. Sie ist ganzjährig gut belüftet. An den Seiten befinden sich verschiedene Geschäfte und Dienstleistungsangebote.
Mit einer Breite von rund 14 Metern und einer Länge von etwa 200 Metern ist der neue Bahnhof Saint-Roch mit ETFE-Modulen überdacht. Diese bestehen aus jeweils drei Membrankissen. Tagsüber entstehen dadurch interessante Lichtreflexionen, während die Konstruktion nachts beleuchtet werden kann.
Die teilweise undurchsichtige Struktur reduziert die Sonneneinstrahlung im Sommer und den Wärmeverlust im Winter. Zusätzlich schützen Pergolen die Wege, Geschäftsterrassen und Wartebereiche im Freien.
Quelle: https://www.construiracier.fr/architectures/poles-de-transport/gare-de-montpellier-saint-roch/
TGV-Bahnhof Montpellier Sud de France
Beim Entwurf des TGV-Bahnhofs Montpellier Sud de France wurde eine hohe Lichtdurchlässigkeit bevorzugt. Der Architekt Marc Mimram verglich die Gestaltung mit Palmenblättern. Diese Wirkung wird durch perforierte Betonteile erzeugt.
Insgesamt bilden 23 Elemente jeweils einen gewölbten Palmenwedel nach. Sie legen sich über fünf stählerne Dachkonstruktionen. Der darunterliegende Stahlbetonskelettbau bildet den Hallenboden und die zugehörige Tragkonstruktion für die in West-Ost-Richtung angeordneten Bahnsteige.
Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke verbindet Montpellier mit Städten wie Nîmes, Marseille, Paris und Barcelona. In der oberirdischen Wartehalle befinden sich außerdem Geschäfte und Restaurants.
Treppen, Rampen und Aufzüge führen zu den Bahnsteigen sowie zum Busbahnhof und zum südlich gelegenen Parkplatz.
Quelle: https://www.baunetzwissen.de/beton/objekte/oeffentlicher-raum/tgv-bahnhof-montpellier-5380749
La place du nombre d‘Or – Platz des Goldenen Schnitts
Die Place du Nombre d’Or bildet als erstes Ensemble das Eingangstor zum Viertel Antigone, das sich südöstlich der Innenstadt von Montpellier befindet.
Durch die Architektur des katalanischen Architekten Ricardo Bofill erhielt der Platz in den 1980er-Jahren einen deutlichen Bezug zur römischen Antike, der mit moderner Architektur verbunden wurde. Den Linien und Details liegen geometrische Harmonieprinzipien zugrunde, die auf dem Goldenen Schnitt basieren und einem zentralen Ideal der Renaissance folgen.
Entlang der Ränder des öffentlichen Platzes befinden sich Wohneinheiten. Der Innenbereich ist rhythmisch gegliedert und wird von einem Gesims gekrönt, das den Raum optisch umschließt. Dadurch entsteht ansatzweise der Eindruck einer Kuppel mit einem gewölbten Himmel.
Die Einkaufspassage Polygone verbindet das Viertel Antigone mit der Place de la Comédie in der Innenstadt.
https://archello.com/project/la-place-du-nombre-d039or
l’hôtel de Region – Sitz der Landesregierung Okzitanien
Der Verwaltungssitz der Region Okzitanien in Montpellier wirkt wie eine monumentale Struktur. Das Gebäude markiert das Ende der architektonischen Achse im Viertel Antigone.
Das von Ricardo Bofill entworfene Bauwerk befindet sich auf der anderen Seite des Flusses Lez. Es ist ein markantes Beispiel für einen neoklassizistischen Stil, der mit modernen Elementen kombiniert wurde.
Insbesondere die Gestaltung aus Beton und Glas prägt das Erscheinungsbild. In seiner Form erinnert das Gebäude an den Arc de Triomphe in Paris. In den beiden massiven Säulen befinden sich Büroräume, während das verbindende Brückenelement einen dreigeschossigen Saal umfasst.
Das Bauwerk vereint klassische und zeitgenössische Ästhetik. Mit seiner Verbindung aus Beton und Glas bildet es ein modernes Stadttor von Montpellier.
Quelle: https://www.gpsmycity.com/attractions/hotel-de-region-(regional-hotel)-40439.html
Folies mit L’arbre blanc – der weiße Baum und Jardin de la Lironde – Garten von Lironde
Für das Verständnis der sogenannten Folies ist ein Blick in die Geschichte erforderlich. Im 18. Jahrhundert entstanden am Stadtrand von Montpellier elegante Schlösser und Residenzen für Aristokraten und das französische Großbürgertum.
Um diese Tradition mit innovativer Architektur fortzuführen, beschloss die Stadtregierung, Impulse für den Entwurf und die Realisierung von zwölf neuen Architekturprojekten zu geben. Die Gebäude sollen sich mit der Stadt identifizieren, Wohnraum schaffen und zugleich Flächen für Geschäfte und Dienstleistungen bieten.
Innovative und mutige Entwürfe sollen das bauliche Erbe von morgen prägen und zu einer modernen Stadtentwicklung beitragen. Dabei muss auch die Lage Montpelliers am Mittelmeer berücksichtigt werden. Die Stadt ist mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert. Sommerhitze und heftige Unwetter stellen daher besondere Anforderungen an die Architektur.
Die erste Phase begann 2012. Ziel war es, architektonische Bauwerke des 21. Jahrhunderts zu schaffen, die auf die Bedürfnisse der wachsenden Bevölkerung Montpelliers reagieren.
Die Projekte sollten:
- neue und außergewöhnliche Orte im Stadtbild schaffen,
- von der Straßenbahn aus sichtbar sein,
- die Tradition der Folies fortsetzen,
- zur Identifikation der Einwohner:innen mit ihrer Stadt beitragen,
- touristische Aufmerksamkeit erzeugen sowie
- Wohnraum, Büros und Geschäfte in einem attraktiven Umfeld vereinen.
Jardin de la Lironde und Folie Divine
Zu den ersten realisierten Folies gehören der Jardin de la Lironde und die Folie Divine. Das Projekt des Teams Dominium, Farshid Moussavi und Coloco umfasst 36 Wohneinheiten und 260 Quadratmeter Einzelhandelsfläche.
Das Gebäude befindet sich am Stadtrand von Montpellier und ist in eine grüne Umgebung eingebettet. Um den Eingriff in die Landschaft möglichst gering zu halten, wurde für das elfgeschossige Gebäude eine kleine Grundfläche gewählt.
Jedes Geschoss besitzt vier Wohneinheiten, die jeweils zu zwei Seiten ausgerichtet sind. Dadurch entstehen vielfältige Ausblicke und fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenbereich. Gleichzeitig wird eine gute natürliche Durchlüftung ermöglicht.
Grundlage dafür ist ein geschwungener Grundriss, der auf rechtwinklig ausgerichtete Wände weitgehend verzichtet. Die Außenwände variieren abhängig von der Größe und den Proportionen der jeweiligen Räume. Auf diese Weise entstehen konvexe und konkave Geometrien.
Der unregelmäßig geschwungene Entwurf bietet Vorteile im Umgang mit der intensiven Sonneneinstrahlung während des Hochsommers. Während die Krümmung auf der Nordseite eher sanft ausfällt, ist sie auf der Südseite stärker ausgeprägt.
Nicht verschattete Bereiche der Fassade sind mit beweglichen Lamellen ausgestattet. Sie verleihen dem Gebäude Dynamik und Lebendigkeit.
L’Arbre Blanc: Der weiße Baum
Ein weiteres außergewöhnliches Gebäude ist das 2018 fertiggestellte L’Arbre Blanc. Das 17-stöckige, zweiflügelige Wohnhaus erinnert mit seinem Grundriss in den ersten zwölf Geschossen an einen Drachenflieger.
Neben 113 Wohnungen mit Größen zwischen 7 und 35 Quadratmetern befinden sich darin eine Kunstgalerie, ein Restaurant, eine Panoramabar und eine dreigeschossige Tiefgarage.
Seinen hohen Wiedererkennungswert erhält das Gebäude durch die fragmentierte weiße Oberfläche. Zahlreiche unregelmäßig angeordnete Balkone kragen weit aus der Fassade heraus. Hinzu kommen bis zu 7,5 Meter lange Lamellenroste.
Durch seine ungewöhnliche Außenansicht erinnert L’Arbre Blanc an ein Baumhaus und ist zu einem unverwechselbaren Bestandteil der modernen Architektur Montpelliers geworden.
Im Jahr 2022 fand nach dem ersten Verfahren von 2013 ein zweiter Architekturwettbewerb statt. Die daraus hervorgegangenen Gebäude werden nach und nach realisiert.
Quellen:
https://archello.com/project/lot-2-jardins-de-la-lironde
https://www.baunetzwissen.de/fassade/objekte/wohnen/larbre-blanc-in-montpellier-8170427
https://www.montpellier.fr/en/actions/competences/territory-development/architectural-folies
Residence Koh I. Nor im neuen Viertel Port Marianne
Mit der Résidence Koh-I-Noor möchte Montpellier einen Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung der ZAC Port Marianne und ihrer Fassaden entlang des Lez leisten. Die Abkürzung ZAC steht für den französischen Begriff „Zone d’aménagement concerté“ und bezeichnet ein städtebauliches Erschließungsgebiet.
Die Umgebung der Résidence Koh-I-Noor ist von Eigentumswohnungen geprägt. Das Wohngebäude umfasst 49 Einheiten im Luxussegment. Aufgrund ihrer südlichen Ausrichtung bieten die Wohnungen einen weiten Blick in Richtung Mittelmeer.
Entlang des Entwicklungsgebietes wurden zunächst Schutzmaßnahmen zur Verringerung des Überschwemmungsrisikos durch den Lez umgesetzt.
Die Balkone des Gebäudes sind vollständig verglast und reflektierend gestaltet. Dadurch wird die Privatsphäre der Bewohner:innen geschützt.
Quelle: https://archello.com/fr/project/koh-i-noor
Lycée Georges Frêche
Das öffentliche Lycée Georges Frêche ist auf Hotelmanagement spezialisiert, bei der Schüler:innen gleichzeitig das Abitur (oder im französischen Bac) erlangen können. Es wurde nach einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren im Jahr 2012 eröffnet und nach dem ehemaligen Bürgermeister Georges Frêche benannt.
Der Entwurf stammt vom italienischen Architekten Massimiliano Fuksas. Ziel des Projekts war es, eine spezialisierte Ausbildungsmöglichkeit für den Tourismusbereich zu schaffen.
Das Gebäude ist bewusst futuristisch gestaltet. Seine Oberflächen sind abgerundet und bestehen aus Aluminium, wodurch es eine unverwechselbare äußere Erscheinung erhält.
Quelle: https://btstourismegeorgesfrechemontpellier.wordpress.com/histoire-et-architecture-du-lycee/
L’école André Malraux – Grundschule in Form eines Radiergummis
Mit dem Entwurf der École André Malraux sollte eine bauliche Nachverdichtung innerhalb eines Wohngebietes erreicht werden.
Im Erdgeschoss befinden sich ein Kindergarten, eine Vorschule und ein Hort. In den beiden oberen Geschossen ist die Grundschule untergebracht.
Die kubusartigen Elemente wurden unabhängig voneinander konzipiert und überdecken Teile des darunterliegenden Spielplatzes. Jeder Kubus besitzt eine eigene Farbe oder besteht aus einem anderen Material. Als Inspiration für die Gestaltung diente ein Radiergummi.
Die Erker wurden entsprechend dem jeweiligen Lichteinfall konzipiert. Die Zugänge zu den Klassenzimmern erhalten natürliches Licht und verfügen über hohe Decken.
Gleichzeitig sind die Klassenzimmer im ersten Stock direkt vom Spielplatz aus erreichbar, ohne dass dafür weite Umwege erforderlich sind. Die Räume sind zu beiden Seiten geöffnet und nach Norden beziehungsweise Süden ausgerichtet.
Dadurch entstehen gute Lichtverhältnisse und eine natürliche Luftzirkulation, die während der heißen Sommermonate für Abkühlung sorgen kann.
Quelle: https://archello.com/de/project/andre-malraux-group-of-schools-in-montpellier
L’hôtel de ville Montpellier – neues Rathaus
Ein weiteres architektonisches Highlight Montpelliers ist das neue Rathaus, das Hôtel de Ville. Die Architekten Jean Nouvel und François Fontès entwarfen einen blau-schwarzen Kubus aus Glas und Aluminium.
Auch bei diesem Bauwerk wurden die klimatischen Bedingungen berücksichtigt. Großzügige Innenhöfe und lichtfilternde Lamellen greifen Prinzipien der mediterranen Bauweise auf.
Abhängig vom Lichteinfall, dem Schattenwurf und den Reflexionen des Wassers im Lez verändert sich die Wirkung der Fassade fortlaufend.
Le Nuage von Philippe Starck – Ein Gebäude wie eine schwebende Wolke
In der Nähe des olympischen Schwimmzentrums zieht das Gebäude Le Nuage nach einem Entwurf des Designers Philippe Starck die Blicke auf sich.
Die Gebäudehülle besteht aus einem polymeren Material und erinnert an eine schwebende Blase. Nachts kann die Fassade in wechselnden Farben leuchten und dadurch eine besondere Wirkung in ihrer Umgebung entfalten.
Das Gebäude vereint verschiedene Nutzungsbereiche. Im Inneren befinden sich Angebote aus den Bereichen Sport, Gesundheit, Shopping und Gastronomie.















