
Praxisprojekt gestartet: Generative Künstliche Intelligenz (KI) in der Stadtplanung praxisnah erproben
Wie kann generative Künstliche Intelligenz (KI) unsere tägliche Arbeit im Stadtplanungsprozess sinnvoll unterstützen? Welche Aufgaben lassen sich dadurch erleichtern – und an welchen Stellen bleibt die fachliche Expertise unseres Teams unverzichtbar? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns aktuell gemeinsam mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Fokus Mensch in einem neuen Praxisprojekt.
Künstliche Intelligenz dort erproben, wo sie tatsächlich gebraucht wird
Unser Arbeitsalltag ist vielfältig: Wir bearbeiten Aufgaben in den Bereichen Stadtplanung, Architektur, Klimaschutzplanung und Landschaftsarchitektur und arbeiten dabei mit einer großen Menge an Informationen, Planungsgrundlagen und unterschiedlichen Kommunikations- und Dokumentationsprozessen.
Genau hier setzt das gemeinsame Projekt an. Wir möchten nicht nur allgemein betrachten, was generative KI leisten kann, sondern vor allem herausfinden, welche konkreten Anwendungen für unsere Arbeit einen echten Mehrwert bieten.
Dazu werden verschiedene Anwendungsfälle aus unserem Arbeitsalltag identifiziert und praktisch erprobt. Im Fokus stehen beispielsweise organisatorische Aufgaben, die Aufbereitung und Zusammenfassung von Informationen sowie mögliche Unterstützung bei Planungs- und Arbeitsprozessen.
Ausprobieren statt nur darüber sprechen
Für die Erprobung erhalten wir über den KI-Demonstrator der TU Chemnitz, der im Rahmen des Mittelstand-Digital Zentrums Fokus Mensch aufgebaut wurde, einen niedrigschwelligen Zugang zu datenschutzkonformer generativer KI.
Damit können unsere Mitarbeitenden unterschiedliche Funktionen selbst testen und unmittelbar Erfahrungen sammeln: Was funktioniert zuverlässig? Wo spart KI tatsächlich Zeit? Welche Aufgaben lassen sich sinnvoll unterstützen? Und wo müssen Ergebnisse besonders kritisch geprüft oder fachlich eingeordnet werden?
Für uns ist dabei ein Punkt besonders wichtig: Generative KI soll unsere fachliche Arbeit unterstützen – sie ersetzt nicht unsere planerische Kompetenz und Verantwortung. Gerade bei städtebaulichen und planerischen Aufgaben sind Kontextwissen, Erfahrung, räumliches Verständnis und die Abwägung unterschiedlicher Interessen entscheidend.
Potenziale und Grenzen gemeinsam bewerten
Das Projekt soll deshalb nicht nur mögliche Chancen aufzeigen, sondern ebenso die Grenzen und Anforderungen eines KI-Einsatzes sichtbar machen. Neben der Qualität der Ergebnisse spielen beispielsweise Datenschutz, Verlässlichkeit, Nachvollziehbarkeit und die Integration in bestehende Arbeitsabläufe eine wichtige Rolle.
Langfristig stellt sich für uns zudem die Frage, welche technische Infrastruktur für einen verstärkten Einsatz generativer KI sinnvoll sein könnte. Dazu gehört auch die Überlegung, ob perspektivisch ein eigener KI-Server für unser Unternehmen einen Mehrwert bieten könnte.
Am Ende geht es uns nicht darum, KI um ihrer selbst willen einzusetzen. Entscheidend ist vielmehr die Frage: Wo kann generative KI unsere Arbeit besser, effizienter oder komfortabler machen, ohne die Qualität unserer fachlichen Arbeit zu beeinträchtigen?
Gemeinsamer Start in ein spannendes Praxisprojekt
Beim Kick-off am 10. August 2026 fiel der Startschuss für die Zusammenarbeit mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Fokus Mensch.
Wir freuen uns darauf, in den kommenden Monaten verschiedene Einsatzmöglichkeiten zu testen, Erfahrungen im Team zu sammeln und gemeinsam herauszuarbeiten, wo generative Künstliche Intelligenz (KI) in der Stadtplanung und in angrenzenden Arbeitsbereichen sinnvoll eingesetzt werden kann.
Für uns ist das Projekt damit vor allem eines: eine Gelegenheit, neue Technologien nicht nur theoretisch zu betrachten, sondern sie an konkreten Aufgaben auszuprobieren, kritisch zu hinterfragen und ihren tatsächlichen Nutzen für unsere tägliche Arbeit zu bewerten.
Wir sind gespannt auf die Erkenntnisse, die dabei entstehen – und auf die Frage, welche Rolle generative KI künftig in unserem Büro spielen kann.






