
Zukunftsreport 2040: Wie sich Gesellschaft, Arbeit und Lebensmodelle verändern werden
Wie werden wir im Jahr 2040 leben? Wie arbeiten, wohnen und miteinander umgehen? Der Zukunftsreport 2040 der Trend- und Zukunftsforscherin Oona Horx-Strathern widmet sich genau diesen Fragen. Statt linearer Prognosen liefert der Report ein differenziertes Bild möglicher Zukunftsszenarien – auf Basis langfristiger gesellschaftlicher, kultureller und technologischer Entwicklungen.
Im Zentrum steht dabei nicht die Technik allein, sondern der Mensch in einer sich wandelnden Gesellschaft.
Zukunftsforschung als Orientierungsinstrument
Oona Horx-Strathern versteht Zukunftsforschung nicht als Vorhersage, sondern als Analyse von Megatrends, Gegentrends und deren Wechselwirkungen. Zukunft entsteht demnach aus Spannungsfeldern: zwischen Individualisierung und Gemeinschaft, Digitalisierung und dem Wunsch nach Nähe, Effizienz und Sinnorientierung.
Der Zukunftsreport 2040 dient damit als Orientierungsrahmen für Unternehmen, Politik und Gesellschaft, um Handlungsoptionen frühzeitig zu erkennen.
Wohnen 2040: Flexibel, gemeinschaftlich, lebensnah
Ein zentrales Thema des Reports ist die Zukunft des Wohnens. Bis 2040 verändern sich Lebensläufe, Haushaltsformen und Altersstrukturen deutlich. Klassische Modelle wie das Einfamilienhaus oder die reine Kleinfamilie verlieren an Dominanz.
Stattdessen gewinnen hybride Wohnformen an Bedeutung:
-
kleinere, flexible Wohneinheiten
-
gemeinschaftlich genutzte Räume
-
Mehrgenerationen-Konzepte, die Autonomie und soziale Nähe verbinden
Wohnen wird stärker als sozialer Raum verstanden – nicht nur als Rückzugsort, sondern als Teil eines stabilen Alltagsnetzwerks in einer alternden Gesellschaft.
Arbeiten im Jahr 2040: Sinn, Beziehung und Verantwortung
Auch die Arbeitswelt befindet sich laut Horx-Strathern in einem tiefgreifenden Wandel. Technologische Automatisierung und Digitalisierung schreiten weiter voran, doch gleichzeitig verändert sich die Erwartungshaltung der Menschen an Arbeit.
Der Report beschreibt eine Entwicklung hin zu:
-
kooperativen Arbeitsformen
-
sinnorientierten Tätigkeiten
-
neuen Leistungskennzahlen, die soziale und ökologische Faktoren berücksichtigen
Unternehmen werden nicht nur als wirtschaftliche Akteure gesehen, sondern als soziale Systeme. Konzepte wie „Kindness Economy“ oder verantwortungsbewusstes Wirtschaften gewinnen an Relevanz, ohne klassische ökonomische Ziele vollständig zu ersetzen.
Gemeinschaft und Gesellschaft: Individualität und Zugehörigkeit
Ein weiterer Schwerpunkt des Zukunftsreports liegt auf dem sozialen Miteinander. Die Gesellschaft der Zukunft ist weder rein individualistisch noch rein kollektivistisch. Vielmehr entsteht eine neue Balance zwischen Selbstbestimmung und Zugehörigkeit.
Typisch für 2040 sind:
-
flexible Gemeinschaften statt fester sozialer Milieus
-
generationenübergreifende Netzwerke
-
digitale und analoge Formen des Zusammenhalts
Soziale Beziehungen werden weniger durch traditionelle Rollen geprägt, sondern durch gemeinsame Werte, Interessen und Lebensphasen.
Technologie: Menschzentrierte Digitalisierung
Im Zukunftsreport 2040 wird Technologie nicht als dominierende Kraft dargestellt, sondern als Werkzeug, das sinnvoll in den Alltag integriert werden muss. Automatisierung, künstliche Intelligenz und digitale Systeme verändern zwar Prozesse, ersetzen jedoch nicht das menschliche Bedürfnis nach Nähe, Kreativität und Sinn.
Ein zentrales Motiv ist dabei die Koexistenz von Trend und Gegentrend:
Je digitaler das Leben wird, desto stärker wächst auch der Wunsch nach analogen Erfahrungen, persönlicher Interaktion und bewusster Entschleunigung.
Fazit: Zukunft ist gestaltbar
Der Zukunftsreport 2040 von Oona Horx-Strathern zeichnet kein dystopisches oder utopisches Bild, sondern eine realistische, gestaltbare Zukunft. Er zeigt, dass gesellschaftlicher Wandel nicht zwangsläufig ist, sondern durch Entscheidungen, Werte und neue Modelle aktiv beeinflusst werden kann.
Die Kernaussage lautet:
Die Zukunft entsteht nicht allein durch Technologie oder Märkte – sondern durch Menschen, die bereit sind, neue Formen des Lebens, Arbeitens und Zusammenlebens zu entwickeln.



