{"id":12278,"date":"2026-10-19T06:00:13","date_gmt":"2026-10-19T04:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.staedtebau-chemnitz.de\/?p=12278"},"modified":"2026-10-14T16:03:07","modified_gmt":"2026-10-14T14:03:07","slug":"montpellier-moderne-architektur-trifft-historischen-charme-am-mittelmeer-suedfrankreichs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.staedtebau-chemnitz.de\/index.php\/montpellier-moderne-architektur-trifft-historischen-charme-am-mittelmeer-suedfrankreichs\/","title":{"rendered":"Montpellier: Moderne Architektur trifft historischen Charme am Mittelmeer S\u00fcdfrankreichs"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><h5><strong>Montpellier: Moderne Architektur trifft historischen Charme am Mittelmeer S\u00fcdfrankreichs<\/strong><\/h5>\n<p>Montpellier hat sich in den vergangenen zehn Jahren wie kaum eine andere Stadt in Frankreich entwickelt. Die Stadt liegt unweit der Mittelmeerk\u00fcste zwischen Toulouse und Marseille am Ufer des Lez. Sie ist zwar weniger touristisch gepr\u00e4gt als die Gro\u00dfst\u00e4dte Paris, Lyon oder Marseille, kann jedoch in vielerlei Hinsicht mit ihnen mithalten.<\/p>\n<p>Montpellier bietet Platz f\u00fcr rund 80.000 Studierende, insbesondere in den Bereichen Medizin, Jura und Betriebswirtschaftslehre. Bei insgesamt etwa 350.000 Einwohner:innen ist damit nahezu jede vierte Person an einer Universit\u00e4t oder Hochschule eingeschrieben.<\/p>\n<p>Doch Montpellier ist nicht nur eine bedeutende Universit\u00e4tsstadt. Zahlreiche moderne Bauwerke, innovative Wohnprojekte und au\u00dfergew\u00f6hnliche \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude pr\u00e4gen das Stadtbild. Sie zeigen, wie sich historische Bez\u00fcge, moderne Architektur und die Anforderungen einer wachsenden Stadt miteinander verbinden lassen.<\/p>\n<p>Auf einer Fahrradtour durch das neue Viertel in Montpellier hat sich gezeigt: auch diese Stadt steht vor den Herausforderungen des Klimawandels und muss in seinen architektonischen Entw\u00fcrfen richtungsweisende Entscheidungen treffen. Trotz, dass auf dieser Fahrradtour mehrheitlich Wohnungsbauten im Eigentumssegment gezeigt wurden: aktuell werden ebenso neue Wohnheime f\u00fcr Studierende in der Stadt gebaut, die aber w\u00e4hrend der Tour noch nicht fertig waren.<\/p>\n<h5><strong>Parkhaus Saint-Roch<\/strong><\/h5>\n<p>Im Herzen von Montpellier, direkt gegen\u00fcber dem innerst\u00e4dtischen Bahnhof Gare de Montpellier Saint-Roch, befindet sich ein oberirdisches Parkhaus. Es ist Teil der geplanten Erweiterung des Stadtzentrums, dem Entwicklungsgebiet Nouveau Saint-Roch.<\/p>\n<p>Als Bindeglied zwischen der Place de la Com\u00e9die und dem Bahnhof Saint-Roch unterst\u00fctzt das Parkhaus die Ausdehnung der innerst\u00e4dtischen Fu\u00dfg\u00e4ngerbereiche. Gleichzeitig erg\u00e4nzt es den Verkehrsknotenpunkt am Bahnhof.<\/p>\n<p>Ein dazugeh\u00f6riger sogenannter Shared Space soll den \u00f6ffentlichen Raum erweitern und die Aufenthaltsqualit\u00e4t f\u00fcr Besucher:innen und Bewohner:innen erh\u00f6hen. Auf diese Weise kann das Geb\u00e4ude sein Potenzial entfalten und neue Verbindungen in seinem unmittelbaren Umfeld schaffen.<\/p>\n<p>Als markanter Orientierungspunkt und st\u00e4dtisches Verbindungselement verkn\u00fcpft das Parkhaus das \u00f6stlich gelegene Bahnhofsviertel mit den Bahnanlagen. Es verbindet damit Bereiche, die zuvor nur \u00fcber die S\u00e8te-Br\u00fccke an den \u00fcbrigen Stadtteil angebunden waren.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist das Geb\u00e4ude so konzipiert, dass zuk\u00fcnftig auch B\u00fcros, Wohnungen oder andere Nutzungsformen m\u00f6glich sind. Dadurch erh\u00e4lt die Architektur einen zukunftsweisenden Charakter. Die an der Au\u00dfenfassade verwendeten Backsteine spenden in der glei\u00dfenden Sommerhitze Schatten und sind zugleich gegen\u00fcber unterschiedlichen Wetterbedingungen widerstandsf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/german-architects.com\/zh\/projects\/view\/saint-roch-station-car-park\">https:\/\/german-architects.com\/zh\/projects\/view\/saint-roch-station-car-park<\/a><\/p>\n<h5><strong>L\u2019hotel Belaro\u00efa<\/strong><\/h5>\n<p>Das Geb\u00e4ude hat mehrfache Nutzungen: ein 3-Sterne sowie ein 4-Sterne-Hotel, 12 Luxuswohnungen, Restaurant und Parkfl\u00e4chen. Es befindet sich direkt neben dem Bahnhof Gare Saint-Roch und geh\u00f6rt zum Entwicklungsgebiet \u201eNouveau Saint-Roch\u201c.<\/p>\n<p>Da auf dem Grundst\u00fcck nur wenig Fl\u00e4che zur Verf\u00fcgung stand, wurden die verschiedenen Nutzungsbereiche des Geb\u00e4udes \u00fcbereinandergestapelt. Ein Teil der Treppen, Aufz\u00fcge und Verbindungswege erschlie\u00dft mehrere Bereiche gleichzeitig.<\/p>\n<p>Weil das Grundst\u00fcck eine schwierige dreieckige Form hat, entwickelten die Architekten das Geb\u00e4ude als zusammenh\u00e4ngenden Bauk\u00f6rper. Seine Fassaden an der Nord- und Ostseite erinnern an ein gefaltetes Band. Dar\u00fcber spannt sich entlang der S\u00fcdseite ein breiter Geb\u00e4udeteil, der wie eine Br\u00fccke wirkt.<\/p>\n<p>Zwischen den Faltungen entsteht ein gro\u00dfer, nach S\u00fcden ge\u00f6ffneter Freiraum. Der dar\u00fcber hinausragende Geb\u00e4udeteil bildet ein sch\u00fctzendes Dach und sorgt zugleich f\u00fcr einen flie\u00dfenden \u00dcbergang zwischen Innen- und Au\u00dfenraum.<\/p>\n<p>Wie eine gro\u00dfe, ge\u00f6ffnete Muschel bildet dieser besondere Geb\u00e4udeteil das gemeinsame Zentrum der verschiedenen Nutzungsbereiche. Hier befindet sich ein Caf\u00e9 mit Terrasse, auf der Besucher zusammenkommen und den Blick auf den gegen\u00fcberliegenden Bahnhof erhalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/archello.com\/project\/belaroia\">https:\/\/archello.com\/project\/belaroia<\/a><\/p>\n<h5><strong>R\u00e9sidence Higher Roch \u2013 der Flamenco in Montpellier<\/strong><\/h5>\n<p>Hier ist eine sprachlich \u00fcberarbeitete und SEO-optimierte Fassung, die sich eng an deinen Ursprungstext h\u00e4lt und keine zus\u00e4tzlichen Inhalte erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p>Am Rand der historischen Altstadt von Montpellier, direkt neben dem Parkhaus Saint-Roch, erhebt sich der Higher Roch Tower. Sein markantes Design ist einer Flamencot\u00e4nzerin nachempfunden. Der rund 57 Meter hohe Turm vereint B\u00fcros, Wohnungen und ein Einkaufszentrum unter einem Dach. Als architektonisches Wahrzeichen steht er f\u00fcr die Erneuerung des Viertels Saint-Roch und schl\u00e4gt eine Br\u00fccke zwischen der historischen Stadt, dem industriellen Erbe und moderner Architektur des 21. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Das wei\u00df betonierte Fundament zeichnet sich durch eine dynamische Gitterstruktur aus und f\u00fcgt sich harmonisch in die Umgebung ein. Die geschwungenen Terrassen gehen flie\u00dfend von Geschoss zu Geschoss \u00fcber und verleihen dem Geb\u00e4ude eine aufstrebende Dynamik. Ihre weit auskragenden \u00dcberh\u00e4nge werden von einem monumentalen Metallgitter eingefasst. Die Terrassen schaffen zudem einen flie\u00dfenden \u00dcbergang zwischen Innen- und Au\u00dfenraum, erweitern die nutzbaren Wohn- und Aufenthaltsfl\u00e4chen und sorgen gleichzeitig f\u00fcr nat\u00fcrlichen Sonnenschutz. So vereint der mediterrane Turm Klima, urbanes Umfeld und Nutzung in einem schl\u00fcssigen architektonischen Konzept.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/brenac-gonzalez.fr\/en\/projets\/higher-roch\/\">https:\/\/brenac-gonzalez.fr\/en\/projets\/higher-roch\/<\/a><\/p>\n<h5><strong>Bahnhof Gare de Montpellier Saint-Roch<\/strong><\/h5>\n<p>Der alte innerst\u00e4dtische Bahnhof, die Gare de Montpellier Saint-Roch, wurde 1844 errichtet. Vor einigen Jahren war eine umfassende Umgestaltung erforderlich, um den Bahnhof an zuk\u00fcnftige Anforderungen anzupassen.<\/p>\n<p>Die neue Konstruktion erinnert an ein Kirchenschiff und ist Teil einer modernen Neugestaltung des \u00f6ffentlichen Raums in Montpellier. Sie ist ganzj\u00e4hrig gut bel\u00fcftet. An den Seiten befinden sich verschiedene Gesch\u00e4fte und Dienstleistungsangebote.<\/p>\n<p>Mit einer Breite von rund 14 Metern und einer L\u00e4nge von etwa 200 Metern ist der neue Bahnhof Saint-Roch mit ETFE-Modulen \u00fcberdacht. Diese bestehen aus jeweils drei Membrankissen. Tags\u00fcber entstehen dadurch interessante Lichtreflexionen, w\u00e4hrend die Konstruktion nachts beleuchtet werden kann.<\/p>\n<p>Die teilweise undurchsichtige Struktur reduziert die Sonneneinstrahlung im Sommer und den W\u00e4rmeverlust im Winter. Zus\u00e4tzlich sch\u00fctzen Pergolen die Wege, Gesch\u00e4ftsterrassen und Wartebereiche im Freien.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.construiracier.fr\/architectures\/poles-de-transport\/gare-de-montpellier-saint-roch\/\">https:\/\/www.construiracier.fr\/architectures\/poles-de-transport\/gare-de-montpellier-saint-roch\/<\/a><\/p>\n<h5><strong>TGV-Bahnhof Montpellier Sud de France<\/strong><\/h5>\n<p>Beim Entwurf des TGV-Bahnhofs Montpellier Sud de France wurde eine hohe Lichtdurchl\u00e4ssigkeit bevorzugt. Der Architekt Marc Mimram verglich die Gestaltung mit Palmenbl\u00e4ttern. Diese Wirkung wird durch perforierte Betonteile erzeugt.<\/p>\n<p>Insgesamt bilden 23 Elemente jeweils einen gew\u00f6lbten Palmenwedel nach. Sie legen sich \u00fcber f\u00fcnf st\u00e4hlerne Dachkonstruktionen. Der darunterliegende Stahlbetonskelettbau bildet den Hallenboden und die zugeh\u00f6rige Tragkonstruktion f\u00fcr die in West-Ost-Richtung angeordneten Bahnsteige.<\/p>\n<p>Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke verbindet Montpellier mit St\u00e4dten wie N\u00eemes, Marseille, Paris und Barcelona. In der oberirdischen Wartehalle befinden sich au\u00dferdem Gesch\u00e4fte und Restaurants.<\/p>\n<p>Treppen, Rampen und Aufz\u00fcge f\u00fchren zu den Bahnsteigen sowie zum Busbahnhof und zum s\u00fcdlich gelegenen Parkplatz.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.baunetzwissen.de\/beton\/objekte\/oeffentlicher-raum\/tgv-bahnhof-montpellier-5380749\">https:\/\/www.baunetzwissen.de\/beton\/objekte\/oeffentlicher-raum\/tgv-bahnhof-montpellier-5380749<\/a><\/p>\n<h5><strong>La place du nombre d\u2018Or \u2013 Platz des Goldenen Schnitts<\/strong><\/h5>\n<p>Die Place du Nombre d\u2019Or bildet als erstes Ensemble das Eingangstor zum Viertel Antigone, das sich s\u00fcd\u00f6stlich der Innenstadt von Montpellier befindet.<\/p>\n<p>Durch die Architektur des katalanischen Architekten Ricardo Bofill erhielt der Platz in den 1980er-Jahren einen deutlichen Bezug zur r\u00f6mischen Antike, der mit moderner Architektur verbunden wurde. Den Linien und Details liegen geometrische Harmonieprinzipien zugrunde, die auf dem Goldenen Schnitt basieren und einem zentralen Ideal der Renaissance folgen.<\/p>\n<p>Entlang der R\u00e4nder des \u00f6ffentlichen Platzes befinden sich Wohneinheiten. Der Innenbereich ist rhythmisch gegliedert und wird von einem Gesims gekr\u00f6nt, das den Raum optisch umschlie\u00dft. Dadurch entsteht ansatzweise der Eindruck einer Kuppel mit einem gew\u00f6lbten Himmel.<\/p>\n<p>Die Einkaufspassage Polygone verbindet das Viertel Antigone mit der Place de la Com\u00e9die in der Innenstadt.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.montpellier-tourisme.fr\/sejourner\/loisirs-et-activites\/patrimoine-et-musees\/tout-le-patrimoine-musees-monuments\/place-du-nombre-dor-montpellier-fr-3835026\/\">https:\/\/www.montpellier-tourisme.fr\/sejourner\/loisirs-et-activites\/patrimoine-et-musees\/tout-le-patrimoine-musees-monuments\/place-du-nombre-dor-montpellier-fr-3835026\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/archello.com\/project\/la-place-du-nombre-d039or\">https:\/\/archello.com\/project\/la-place-du-nombre-d039or<\/a><\/p>\n<h5><strong>l\u2019h\u00f4tel de Region \u2013 Sitz der Landesregierung Okzitanien<\/strong><\/h5>\n<p>Der Verwaltungssitz der Region Okzitanien in Montpellier wirkt wie eine monumentale Struktur. Das Geb\u00e4ude markiert das Ende der architektonischen Achse im Viertel Antigone.<\/p>\n<p>Das von Ricardo Bofill entworfene Bauwerk befindet sich auf der anderen Seite des Flusses Lez. Es ist ein markantes Beispiel f\u00fcr einen neoklassizistischen Stil, der mit modernen Elementen kombiniert wurde.<\/p>\n<p>Insbesondere die Gestaltung aus Beton und Glas pr\u00e4gt das Erscheinungsbild. In seiner Form erinnert das Geb\u00e4ude an den Arc de Triomphe in Paris. In den beiden massiven S\u00e4ulen befinden sich B\u00fcror\u00e4ume, w\u00e4hrend das verbindende Br\u00fcckenelement einen dreigeschossigen Saal umfasst.<\/p>\n<p>Das Bauwerk vereint klassische und zeitgen\u00f6ssische \u00c4sthetik. Mit seiner Verbindung aus Beton und Glas bildet es ein modernes Stadttor von Montpellier.<\/p>\n<h5>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.gpsmycity.com\/attractions\/hotel-de-region-(regional-hotel)-40439.html\">https:\/\/www.gpsmycity.com\/attractions\/hotel-de-region-(regional-hotel)-40439.html<\/a><\/h5>\n<h5><strong>Folies mit <em>L\u2019arbre blanc<\/em> \u2013 der wei\u00dfe Baum und <em>Jardin de la Lironde<\/em> \u2013 Garten von Lironde<\/strong><\/h5>\n<p>F\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der sogenannten Folies ist ein Blick in die Geschichte erforderlich. Im 18. Jahrhundert entstanden am Stadtrand von Montpellier elegante Schl\u00f6sser und Residenzen f\u00fcr Aristokraten und das franz\u00f6sische Gro\u00dfb\u00fcrgertum.<\/p>\n<p>Um diese Tradition mit innovativer Architektur fortzuf\u00fchren, beschloss die Stadtregierung, Impulse f\u00fcr den Entwurf und die Realisierung von zw\u00f6lf neuen Architekturprojekten zu geben. Die Geb\u00e4ude sollen sich mit der Stadt identifizieren, Wohnraum schaffen und zugleich Fl\u00e4chen f\u00fcr Gesch\u00e4fte und Dienstleistungen bieten.<\/p>\n<p>Innovative und mutige Entw\u00fcrfe sollen das bauliche Erbe von morgen pr\u00e4gen und zu einer modernen Stadtentwicklung beitragen. Dabei muss auch die Lage Montpelliers am Mittelmeer ber\u00fccksichtigt werden. Die Stadt ist mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert. Sommerhitze und heftige Unwetter stellen daher besondere Anforderungen an die Architektur.<\/p>\n<p>Die erste Phase begann 2012. Ziel war es, architektonische Bauwerke des 21. Jahrhunderts zu schaffen, die auf die Bed\u00fcrfnisse der wachsenden Bev\u00f6lkerung Montpelliers reagieren.<\/p>\n<p>Die Projekte sollten:<\/p>\n<ul>\n<li>neue und au\u00dfergew\u00f6hnliche Orte im Stadtbild schaffen,<\/li>\n<li>von der Stra\u00dfenbahn aus sichtbar sein,<\/li>\n<li>die Tradition der Folies fortsetzen,<\/li>\n<li>zur Identifikation der Einwohner:innen mit ihrer Stadt beitragen,<\/li>\n<li>touristische Aufmerksamkeit erzeugen sowie<\/li>\n<li>Wohnraum, B\u00fcros und Gesch\u00e4fte in einem attraktiven Umfeld vereinen.<\/li>\n<\/ul>\n<h5><strong>Jardin de la Lironde und Folie Divine<\/strong><\/h5>\n<p>Zu den ersten realisierten Folies geh\u00f6ren der Jardin de la Lironde und die Folie Divine. Das Projekt des Teams Dominium, Farshid Moussavi und Coloco umfasst 36 Wohneinheiten und 260 Quadratmeter Einzelhandelsfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Das Geb\u00e4ude befindet sich am Stadtrand von Montpellier und ist in eine gr\u00fcne Umgebung eingebettet. Um den Eingriff in die Landschaft m\u00f6glichst gering zu halten, wurde f\u00fcr das elfgeschossige Geb\u00e4ude eine kleine Grundfl\u00e4che gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Jedes Geschoss besitzt vier Wohneinheiten, die jeweils zu zwei Seiten ausgerichtet sind. Dadurch entstehen vielf\u00e4ltige Ausblicke und flie\u00dfende \u00dcberg\u00e4nge zwischen Innen- und Au\u00dfenbereich. Gleichzeitig wird eine gute nat\u00fcrliche Durchl\u00fcftung erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Grundlage daf\u00fcr ist ein geschwungener Grundriss, der auf rechtwinklig ausgerichtete W\u00e4nde weitgehend verzichtet. Die Au\u00dfenw\u00e4nde variieren abh\u00e4ngig von der Gr\u00f6\u00dfe und den Proportionen der jeweiligen R\u00e4ume. Auf diese Weise entstehen konvexe und konkave Geometrien.<\/p>\n<p>Der unregelm\u00e4\u00dfig geschwungene Entwurf bietet Vorteile im Umgang mit der intensiven Sonneneinstrahlung w\u00e4hrend des Hochsommers. W\u00e4hrend die Kr\u00fcmmung auf der Nordseite eher sanft ausf\u00e4llt, ist sie auf der S\u00fcdseite st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Nicht verschattete Bereiche der Fassade sind mit beweglichen Lamellen ausgestattet. Sie verleihen dem Geb\u00e4ude Dynamik und Lebendigkeit.<\/p>\n<h5><strong>L\u2019Arbre Blanc: Der wei\u00dfe Baum<\/strong><\/h5>\n<p>Ein weiteres au\u00dfergew\u00f6hnliches Geb\u00e4ude ist das 2018 fertiggestellte L\u2019Arbre Blanc. Das 17-st\u00f6ckige, zweifl\u00fcgelige Wohnhaus erinnert mit seinem Grundriss in den ersten zw\u00f6lf Geschossen an einen Drachenflieger.<\/p>\n<p>Neben 113 Wohnungen mit Gr\u00f6\u00dfen zwischen 7 und 35 Quadratmetern befinden sich darin eine Kunstgalerie, ein Restaurant, eine Panoramabar und eine dreigeschossige Tiefgarage.<\/p>\n<p>Seinen hohen Wiedererkennungswert erh\u00e4lt das Geb\u00e4ude durch die fragmentierte wei\u00dfe Oberfl\u00e4che. Zahlreiche unregelm\u00e4\u00dfig angeordnete Balkone kragen weit aus der Fassade heraus. Hinzu kommen bis zu 7,5 Meter lange Lamellenroste.<\/p>\n<p>Durch seine ungew\u00f6hnliche Au\u00dfenansicht erinnert L\u2019Arbre Blanc an ein Baumhaus und ist zu einem unverwechselbaren Bestandteil der modernen Architektur Montpelliers geworden.<\/p>\n<p>Im Jahr 2022 fand nach dem ersten Verfahren von 2013 ein zweiter Architekturwettbewerb statt. Die daraus hervorgegangenen Geb\u00e4ude werden nach und nach realisiert.<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/archello.com\/project\/lot-2-jardins-de-la-lironde\">https:\/\/archello.com\/project\/lot-2-jardins-de-la-lironde<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.baunetzwissen.de\/fassade\/objekte\/wohnen\/larbre-blanc-in-montpellier-8170427\">https:\/\/www.baunetzwissen.de\/fassade\/objekte\/wohnen\/larbre-blanc-in-montpellier-8170427<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.montpellier.fr\/en\/actions\/competences\/territory-development\/architectural-folies\">https:\/\/www.montpellier.fr\/en\/actions\/competences\/territory-development\/architectural-folies<\/a><\/p>\n<h5><strong>Residence Koh I. Nor im neuen Viertel Port Marianne<\/strong><\/h5>\n<p>Mit der R\u00e9sidence Koh-I-Noor m\u00f6chte Montpellier einen Beitrag zur st\u00e4dtebaulichen Entwicklung der ZAC Port Marianne und ihrer Fassaden entlang des Lez leisten. Die Abk\u00fcrzung ZAC steht f\u00fcr den franz\u00f6sischen Begriff \u201eZone d\u2019am\u00e9nagement concert\u00e9\u201c und bezeichnet ein st\u00e4dtebauliches Erschlie\u00dfungsgebiet.<\/p>\n<p>Die Umgebung der R\u00e9sidence Koh-I-Noor ist von Eigentumswohnungen gepr\u00e4gt. Das Wohngeb\u00e4ude umfasst 49 Einheiten im Luxussegment. Aufgrund ihrer s\u00fcdlichen Ausrichtung bieten die Wohnungen einen weiten Blick in Richtung Mittelmeer.<\/p>\n<p>Entlang des Entwicklungsgebietes wurden zun\u00e4chst Schutzma\u00dfnahmen zur Verringerung des \u00dcberschwemmungsrisikos durch den Lez umgesetzt.<\/p>\n<p>Die Balkone des Geb\u00e4udes sind vollst\u00e4ndig verglast und reflektierend gestaltet. Dadurch wird die Privatsph\u00e4re der Bewohner:innen gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/archello.com\/fr\/project\/koh-i-noor\">https:\/\/archello.com\/fr\/project\/koh-i-noor<\/a><\/p>\n<h5><strong>Lyc\u00e9e Georges Fr\u00eache<\/strong><\/h5>\n<p>Das \u00f6ffentliche Lyc\u00e9e Georges Fr\u00eache ist auf Hotelmanagement spezialisiert, bei der Sch\u00fcler:innen gleichzeitig das Abitur (oder im franz\u00f6sischen Bac) erlangen k\u00f6nnen. Es wurde nach einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren im Jahr 2012 er\u00f6ffnet und nach dem ehemaligen B\u00fcrgermeister Georges Fr\u00eache benannt.<\/p>\n<p>Der Entwurf stammt vom italienischen Architekten Massimiliano Fuksas. Ziel des Projekts war es, eine spezialisierte Ausbildungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr den Tourismusbereich zu schaffen.<\/p>\n<p>Das Geb\u00e4ude ist bewusst futuristisch gestaltet. Seine Oberfl\u00e4chen sind abgerundet und bestehen aus Aluminium, wodurch es eine unverwechselbare \u00e4u\u00dfere Erscheinung erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/btstourismegeorgesfrechemontpellier.wordpress.com\/histoire-et-architecture-du-lycee\/\">https:\/\/btstourismegeorgesfrechemontpellier.wordpress.com\/histoire-et-architecture-du-lycee\/<\/a><\/p>\n<h5><strong>L\u2019\u00e9cole Andr\u00e9 Malraux \u2013 Grundschule in Form eines Radiergummis<\/strong><\/h5>\n<p>Mit dem Entwurf der \u00c9cole Andr\u00e9 Malraux sollte eine bauliche Nachverdichtung innerhalb eines Wohngebietes erreicht werden.<\/p>\n<p>Im Erdgeschoss befinden sich ein Kindergarten, eine Vorschule und ein Hort. In den beiden oberen Geschossen ist die Grundschule untergebracht.<\/p>\n<p>Die kubusartigen Elemente wurden unabh\u00e4ngig voneinander konzipiert und \u00fcberdecken Teile des darunterliegenden Spielplatzes. Jeder Kubus besitzt eine eigene Farbe oder besteht aus einem anderen Material. Als Inspiration f\u00fcr die Gestaltung diente ein Radiergummi.<\/p>\n<p>Die Erker wurden entsprechend dem jeweiligen Lichteinfall konzipiert. Die Zug\u00e4nge zu den Klassenzimmern erhalten nat\u00fcrliches Licht und verf\u00fcgen \u00fcber hohe Decken.<\/p>\n<p>Gleichzeitig sind die Klassenzimmer im ersten Stock direkt vom Spielplatz aus erreichbar, ohne dass daf\u00fcr weite Umwege erforderlich sind. Die R\u00e4ume sind zu beiden Seiten ge\u00f6ffnet und nach Norden beziehungsweise S\u00fcden ausgerichtet.<\/p>\n<p>Dadurch entstehen gute Lichtverh\u00e4ltnisse und eine nat\u00fcrliche Luftzirkulation, die w\u00e4hrend der hei\u00dfen Sommermonate f\u00fcr Abk\u00fchlung sorgen kann.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/archello.com\/de\/project\/andre-malraux-group-of-schools-in-montpellier\">https:\/\/archello.com\/de\/project\/andre-malraux-group-of-schools-in-montpellier<\/a><\/p>\n<h5><strong>L\u2019h\u00f4tel de ville Montpellier \u2013 neues Rathaus<\/strong><\/h5>\n<p>Ein weiteres architektonisches Highlight Montpelliers ist das neue Rathaus, das H\u00f4tel de Ville. Die Architekten Jean Nouvel und Fran\u00e7ois Font\u00e8s entwarfen einen blau-schwarzen Kubus aus Glas und Aluminium.<\/p>\n<p>Auch bei diesem Bauwerk wurden die klimatischen Bedingungen ber\u00fccksichtigt. Gro\u00dfz\u00fcgige Innenh\u00f6fe und lichtfilternde Lamellen greifen Prinzipien der mediterranen Bauweise auf.<\/p>\n<p>Abh\u00e4ngig vom Lichteinfall, dem Schattenwurf und den Reflexionen des Wassers im Lez ver\u00e4ndert sich die Wirkung der Fassade fortlaufend.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.france.fr\/de\/artikel\/montpellier-architektur-design-entdecken\/#le-nuage-von-philippe-starck-4\">https:\/\/www.france.fr\/de\/artikel\/montpellier-architektur-design-entdecken\/#le-nuage-von-philippe-starck-4<\/a><\/p>\n<h5><strong>Le Nuage von Philippe Starck &#8211; Ein Geb\u00e4ude wie eine schwebende Wolke<\/strong><\/h5>\n<p>In der N\u00e4he des olympischen Schwimmzentrums zieht das Geb\u00e4ude Le Nuage nach einem Entwurf des Designers Philippe Starck die Blicke auf sich.<\/p>\n<p>Die Geb\u00e4udeh\u00fclle besteht aus einem polymeren Material und erinnert an eine schwebende Blase. Nachts kann die Fassade in wechselnden Farben leuchten und dadurch eine besondere Wirkung in ihrer Umgebung entfalten.<\/p>\n<p>Das Geb\u00e4ude vereint verschiedene Nutzungsbereiche. Im Inneren befinden sich Angebote aus den Bereichen Sport, Gesundheit, Shopping und Gastronomie.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.france.fr\/de\/artikel\/montpellier-architektur-design-entdecken\/#le-nuage-von-philippe-starck-4\">https:\/\/www.france.fr\/de\/artikel\/montpellier-architektur-design-entdecken\/#le-nuage-von-philippe-starck-4<\/a><\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-bottom:20px;width:100%;\"><\/div><div class=\"awb-gallery-wrapper awb-gallery-wrapper-1 button-span-no\" style=\"--more-btn-alignment:center;\"><div style=\"margin:-5px;--awb-bordersize:0px;\" class=\"fusion-gallery fusion-gallery-container fusion-grid-3 fusion-columns-total-3 fusion-gallery-layout-grid fusion-gallery-1\"><div style=\"padding:5px;\" class=\"fusion-grid-column fusion-gallery-column fusion-gallery-column-3 hover-type-none\"><div class=\"fusion-gallery-image\"><a 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